VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

Mitglied im BVVP Baden-Württemberg und BVVP Bundesverband

Psychotherapeut in Ausbildung

Wie wer­de ich Psy­cho­lo­gi­scher Psy­cho­the­ra­peut oder
Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­peut?

Die Aus­bil­dung zum Psy­cho­the­ra­peu­ten / zur Psy­cho­the­ra­peu­tin und die ei­gen­ver­ant­wort­li­che Aus­übung der Psy­cho­the­ra­pie ist nach dem Psy­cho­the­ra­peu­ten­ge­setz (§ 2 PsychThG vom 16.06.1989, in Kraft ge­tre­ten am 01.01.1999) ge­re­gelt:

Re­ge­lun­gen zur  Aus­bil­dung für bei­de Be­ru­fe fin­den sich im  PsychThG (§§ 5 ff) und sind durch ei­ne von dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ge­sund­heit und So­zia­le Si­che­rung (18.12.1998) er­las­se­ne Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ord­nung (PsychTh-AprV bzw. KJ­PsychTh-AprV) ge­nau­er aus­ge­führt. Dem­nach dau­ert die Aus­bil­dung zum Psy­cho­lo­gi­schen Psy­cho­the­ra­peu­ten (Vor­aus­set­zung ist die Ab­schluss-Prü­fung in Psy­cho­lo­gie, die das Fach Kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie ein­schließt) so­wie zum Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­peu­ten (auch für Stu­den­ten der Päd­ago­gik und So­zi­al­päd­ago­gik mög­lich) in Voll­zeit­form drei Jah­re und in Teil­zeit­form fünf Jah­re. Die Aus­bil­dung muss sich auf ein wis­sen­schaft­lich an­er­kann­tes psy­cho­the­ra­peu­ti­sches Ver­fah­ren be­zie­hen. Sie be­steht aus ei­ner prak­ti­schen Tä­tig­keit, die von theo­re­ti­scher und prak­ti­scher Aus­bil­dung be­glei­tet wird und schließt mit dem Be­ste­hen der staat­li­chen Prü­fung ab. Die Er­tei­lung der Ap­pro­ba­ti­on er­folgt nach An­trag­stel­lung durch die zu­stän­di­ge Lan­des­be­hör­de (Lan­des­prü­fungs­äm­ter für Heil­be­ru­fe).

Im Rah­men des Bo­lo­gna-Pro­zes­ses (BA/MA) wer­den sich die Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen für die Aus­bil­dung  ver­än­dern. Mög­li­cher­wei­se wird der Mas­ter-Ab­schluss die Aus­bil­dungs­vor­aus­set­zung sein, ei­ne ent­spre­chen­de An­pas­sung der Aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ver­ord­nun­gen wird der­zeit dis­ku­tiert.

Die Aus­bil­dung fin­det an ei­nem staat­lich an­er­kann­ten Aus­bil­dungs­in­sti­tut statt. Die Kos­ten ha­ben die Psy­cho­the­ra­peu­ten in Aus­bil­dung (PI­AS) selbst zu tra­gen, sie ent­spre­chen bei den meis­ten Aus­bil­dungs­in­sti­tu­ten den Ein­nah­men, die der Aus­bil­dungs­kan­di­dat wäh­rend der 600 Stun­den prak­ti­scher Aus­bil­dung er­hält. Staat­li­che Zu­schüs­se wie BAFÖG (Ver­ord­nung über die Aus­bil­dungs­för­de­rung für den Be­such von Aus­bil­dungs­stät­ten für Psy­cho­the­ra­pie und Kin­der- und Ju­gend­li-chen­psy­cho­the­ra­pie vom 27. Ju­li 2000 (BGBl. I S. 1237)) oder Bil­dungs­kre­di­te über die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) oder der APO-Bank sind un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen mög­lich.