VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

Mitglied im BVVP Baden-Württemberg und BVVP Bundesverband

Die Klagefront – Erfolge des BVVP

2012

Som­mer

  • Kla­gen in Saar­land, Sach­sen und Schles­wig-Hol­stein ge­gen die Ver­gü­tung 2010. Kla­ge im Saar­land ist be­reits in der 2. In­stanz beim LSG.
  • Ham­bur­ger Ho­no­rar­kla­ge ge­gen die bis­he­ri­gen Min­dest­punkt­wert­be­rech­nun­gen für ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­ge Psy­cho­the­ra­pieleis­tun­gen we­gen in­kor­rek­ter Arzt­zah­len ist beim BSG an­hän­gig, nach­dem das LSG in 2. Ins­tanz die bvvp-Kla­ge ab­ge­wie­sen hat.
  • Kla­gen des RVN/BVVP Nord­rhein und Ba­Wü we­gen der nicht um­ge­setz­ten BSG-Auf­la­ge der Be­triebs­kos­ten­stei­ge­rung in 2007 und 2008 bei den ört­li­chen So­zi­al­ge­rich­ten an­hän­gig.

Ja­nu­ar

  • Ver­sor­gungs­struk­tur­ge­setz in Kraft ge­tre­ten. U.a. Bun­des­ein­heit­li­che Re­ge­lung bei der Ver­gü­tung ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­ger PT-Leis­tun­gen und re­gio­na­le Ver­tei­lungs­mo­di bei den an­trags­frei­en PT-Leis­tun­gen.
  • BVVP strebt ex­tra­bud­ge­tä­re Ver­gütung der ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­gen PT-Leis­tun­gen an, Schutz von Ärz­te­quo­te und KJP-Quo­te. No­vel­lie­rung der Be­darfs­pla­nung ist für Psy­cho­the­ra­peu­ten erst in 2013 vor­ge­se­hen, die Be­rech­nun­gen da­zu lau­fen auf vol­len Tou­ren.
  • BVVP-For­de­rung wird be­kräf­tigt, dass zu­sätz­li­che Psy­cho­the­ra­peu­ten­sit­ze eben­so wie das Mor­bi­di­täts­ri­si­ko von den Kran­ken­kas­sen fi­nan­ziert wer­den.

März

  • Er­folg beim Mar­bur­ger So­zi­al­ge­richt, das den Min­dest­punkt­wert für pro­ba­to­ri­sche Sit­zun­gen von 2,56 ct. von 2005–2008 an­er­kannt hat. Von KV ein­ge­lei­te­tes Be­ru­fungs­ver­fah­ren ist beim LSG an­hän­gig.

Früh­jahr

  • Bun­des­wei­tes Mus­ter­kla­ge­ver­fah­ren für die Psych­ia­ter ist an­hän­gig (SG Stutt­gart). Hier wer­den die Quo­tie­run­gen im RLV und Kon­ver­genz­re­ge­lun­gen an­ge­grif­fen.

Herbst 2011 – Früh­jahr 2012

  • Be­stre­bun­gen der KBV, die Ho­no­rar­ver­tei­lung der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Leis­tun­gen von den Fachärz­ten zu ent­kop­peln, le­dig­lich mit dem be­schei­de­nen Stei­ge­rungs­fak­tor der Grund­lohn­sum­me jähr­lich aus­zu­stat­ten und in einen ei­ge­nen Ver­gü­tungs­be­reich ein­zu­sper­ren, konn­ten er­folg­reich ver­hin­dert wer­den. KBV-Gut­ach­ten kippt die KBV-Pla­nung we­gen Rechts­wid­rig­keit.

Fe­bru­ar

  • Er­folg beim SG Stutt­gart: Ho­no­rarab­zü­ge durch Kon­ver­genz­re­ge­lun­gen in Ba­Wü bei mit zeit­be­zo­ge­ner Ka­pa­zi­täts­gren­ze ab­rech­nen­den Psy­cho­the­ra­peu­ten ver­sto­ßen ge­gen hö­her­ran­gi­ges Recht und ste­hen nicht mit dem Be­schluss er­wei­ter­ten Be­wer­tungs­aus­schus­ses vom 27. und 28.8.08 im Ein­klang. Da­mit müs­sen auch die Kon­ver­genz­re­ge­lun­gen z.B. auch in Sach­sen als rechts­wid­rig an­ge­se­hen wer­den. Die KV Ba­Wü hat Be­ru­fung ge­gen das SG-Ur­teil ein­ge­legt.
  • BSG-Ur­teil: Kei­ne Er­hö­hung der Re­gel­leis­tungs­vo­lu­men bei jun­gen KJP-Pra­xen 2005 – 2008. BSG ent­schied, dass Um­sät­ze von ÄP, PP und KJP sich nicht si­gni­fi­kant von­ein­an­der un­ter­schei­den wür­den, so dass die KVen bei KJP nicht nach­bes­sern müss­ten.

2011

Früh­jahr

  • Kla­ge ge­gen die Kon­ver­genz­re­ge­lun­gen bei psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Leis­tun­gen in Ba­Wü Hes­si­sches Lan­des­so­zi­al­ge­richt er­kennt die Not­wen­dig­keit der Er­hö­hung von Re­gel­leis­tungs­vo­lu­mi­na bei jun­gen KJP-Pra­xen nicht an. Grund­sätz­lich sei zu klä­ren, ob die KJP ei­ne ei­ge­ne Grup­pe im Re­gel­leis­tungs­vo­lu­men von 2005 – 2008 dar­stel­len, wo­bei die Punkt­zah­len min­des­tens das Ni­veau der Punkt­zah­len bei ÄP und PP er­rei­chen müs­sen. KV Hes­sen und vhvp Hes­sen ge­hen in die Re­vi­si­on, da­her ist das Ver­fah­ren beim BSG an­hän­gig.

Mai

  • Das Ge­setz­ge­bungs­ver­fah­ren zum Ge­sund­heits­ver­sor­gungs­ge­setz kommt auf vol­le Tou­ren: Die Ho­no­rar­ver­tei­lung soll wie­der auf der re­gio­na­len Ebe­ne im Be­neh­men mit den Kran­ken­kas­sen ge­re­gelt wer­den. BVVP-Ver­tre­ter kämp­fen auf der Bun­des­ebe­ne den­noch für ei­ne bun­des­ein­heit­li­che Re­ge­lung zur Ver­gü­tung der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Leis­tun­gen. Die Be­darfs­pla­nung soll stär­ker auf die re­gio­na­len Ver­sor­gungs­er­for­der­nis­se an­ge­passt wer­den, wo­bei die Ver­sor­gung psy­chisch Kran­ker be­son­ders be­rück­sich­tigt wer­den müs­sen, weil es un­zu­mut­ba­re War­te­zei­ten für Pa­ti­en­ten auf ei­ne psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Be­hand­lung gibt.
    Den­noch soll den KVen ein Vor­kaufs­recht bei Pra­xi­s­ab­ga­ben ein­ge­räumt wer­den mit dem Ef­fekt, bei Über­ver­sor­gung Ver­trags­arzt­sit­ze nicht wie­der neu zu be­set­zen.

Fe­bru­ar

  • BSG ent­wi­ckelt Grund­sät­ze zum Be­trieb von Zweig­pra­xen: U.a. ist die Aus­übung der ver­trag­s­ärzt­li­chen bzw. ver­trags­zahn­ärzt­li­chen Tä­tig­keit an wei­te­ren Or­ten au­ßer­halb des Ver­trags­arzt­sit­zes (Zweig­pra­xis) zu­läs­sig, wenn und so­weit die Ver­sor­gung der Ver­si­cher­ten an den „wei­te­ren Or­ten“ ver­bes­sert und die ord­nungs­ge­mä­ße Ver­sor­gung der Ver­si­cher­ten am Ort des Ver­trags­arzt­sit­zes nicht be­ein­träch­tigt wird …

2010

Sep­tem­ber

  • Er­folg des BVVP Ham­burg beim dor­ti­gen So­zi­al­ge­richt: Be­an­stan­dung zu ho­her Arzt­zah­len bei der Er­mitt­lung des Min­dest­punkt­wer­tes für ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­ge psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Leis­tun­gen. Im Be­reich der KV Hes­sen müs­sen die wi­der­sprüch­li­chen An­ga­ben der KV zu den Arzt­zah­len vor dem hes­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richt ge­klärt wer­den.

Som­mer

  • Neue Kla­ge­wel­le zur an­ge­mes­se­nen Ver­gü­tung pro­ba­to­ri­scher Sit­zun­gen und zur An­pas­sung der Be­triebs­kos­ten der Psy­cho­the­ra­peu­ten für 2007 und 2008 ge­mäß den Vor­ga­ben des BS­G­Ur­teils.

Au­gust

  • Das BSG kippt die im Be­reich der KV Hes­sen vom 2. Quar­tal 2005 bis 1. Quar­tal 2006 gel­ten­de Aus­gleichs­re­ge­lung im Sys­tem der RLV. Es dür­fen kei­ne Fall­wert­ge­win­ne ge­kürzt wer­den. KV muss die ein­be­hal­te­nen Ho­no­ra­ran­tei­le zu­rück­zah­len.

Ju­li

  • Psy­cho­the­ra­pieleis­tun­gen bei Ärz­ten un­ter­halb 90% wer­den auf die Leis­tungs­men­ge von 2008 ein­ge­fro­ren und wer­den im Rah­men von RLV und qua­li­täts­ge­bun­de­nen Zu­satz­vo­lu­men ver­gü­tet.

Ju­ni

  • Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt (BSG) setzt neue Maß­stä­be zur Son­der­be­darfs­zu­las­sung im Be­reich der Psy­cho­the­ra­pie und er­teilt kon­kre­te In­struk­tio­nen, wie ein lo­ka­ler Son­der­be­darf in­ner­halb ei­nes we­gen Über­ver­sor­gung ge­sperr­ten Be­darfs­pla­nungs­be­zirks von den re­gio­na­len Zu­las­sungs­aus­schüs­sen der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen (KV) und der Kran­ken­kas­sen zu er­mit­teln sei.

Früh­jahr

  • Nach­ver­gü­tun­gen für 2000 und 2001 so­wie bei den pro­ba­to­ri­schen Sit­zun­gen flie­ßen zö­ger­lich. Pro­spek­ti­ve Stu­die des ZI zur Kos­ten und Leis­tungs­struk­tur ärzt­lich-psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Pra­xen ab 2006 im Längs­schnitt mit Kon­stanz der re­prä­sen­ta­ti­ven Stich­pro­ben­zu­sam­men­set­zung und Mehr­fach­be­fra­gun­gen.

Ja­nu­ar

  • Der Ori­en­tie­rungs­punkt steigt mi­ni­mal. Für die Um­set­zung der KJP-Quo­te und der hal­b­en Ver­sor­gungs­sit­ze wer­den 40 Mio. Eu­ro zu­sätz­lich ins Psy­cho­the­ra­peu­ten­bud­get ein­ge­stellt.

1993 – 2009

  • Bahn­bre­chen­des 10 Pfg.-Punkt­wert­ur­teil des BSG in 1999 nach mehr­jäh­ri­ger Ver­fah­rens­dau­er vom BVVP er­strit­ten. Da­nach ge­setz­li­che Ver­an­ke­rung der an­ge­mes­se­nen Ver­gü­tung psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Leis­tun­gen. Die­se Recht­spre­chung wur­de vom BVVP im­mer wie­der ver­tei­digt, da die Ver­gü­tung psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Leis­tun­gen bis heu­te stets den An­grif­fen der KVen und der KBV aus­ge­setzt ist.
  • BSG-Ur­teil in 2004: er­neu­ter Er­folg für die BVVP-For­de­rung ei­ner an­ge­mes­se­nen Ver­gü­tung und flä­chen­de­cken­de Nach­ver­gü­tung an Wi­der­spruchs- und Kla­ge­füh­rer.
  • BSG-Ur­teil in 2008: Schutz der pro­ba­to­ri­schen Sit­zun­gen, die im Sys­tem der RLV zu an­ge­mes­se­nen Punkt­wer­ten ver­gü­tet wer­den müs­sen.
  • 2009 ff.: Er­folg für den BVVP bei der EBM und Ho­no­rar­re­form: Bun­des­ein­heit­li­che Ver­gü­tung der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Leis­tun­gen und Ab­rech­nung im Zeit­kon­tin­gent lö­sen die frü­he­ren floa­ten­den Punkt­wer­te ab.
  • Ur­teil des Bun­des­fi­nanz­hofs zur Ver­steue­rung von Nach­ver­gü­tungs­zah­lun­gen:
    Die steu­er­be­güns­ti­gen­de An­wen­dung der Fünf­jah­res­re­ge­lung gem. EStG ist nur bei ei­ner Zu­sam­men­bal­lung von nach­träg­li­chen Ein­künf­ten, z.B. bei Nach­ver­gü­tungs­zah­lun­gen der KV, aus meh­re­ren Jah­ren recht­mä­ßig. Bei Nach­ver­gü­tungs­zah­lun­gen der KV für ein zu­rück­lie­gen­des Jahr darf die Fünf­tel­re­ge­lung nicht an­ge­setzt wer­den.