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Ausbildung / PiA

BPtK-Pressemitteilung: Bessere Versorgung für schwer psychisch kranke Menschen

BPtK be­grüßt Re­ge­lung im Ge­setz zur Psy­cho­the­ra­peu­ten­aus­bil­dung

Ber­lin, 28. Fe­bru­ar 2019 Mit dem Ge­setz­ent­wurf zur Re­form der Psy­cho­the­ra­peu­ten­aus­bil­dung greift das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um (BMG), wie von der Bun­de­s­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer (BPtK) ge­for­dert, das Pro­blem der man­geln­den Ko­or­di­na­ti­on in der am­bu­lan­ten Ver­sor­gung von schwer psy­chisch kran­ken Men­schen auf. Vie­le die­ser Pa­ti­en­ten be­nö­ti­gen ne­ben Psy­cho­the­ra­pie und Phar­ma­ko­the­ra­pie auch die Un­ter­stüt­zung durch So­zio­the­ra­peu­ten, Er­go­the­ra­peu­ten und psych­ia­tri­sche Kran­ken­pfle­ge. Da­mit sind gleich­zei­tig Über­le­gun­gen aus dem Ter­min­ser­vice- und Ver­sor­gungs­ge­setz zu­rück­ge­zo­gen, die den di­rek­ten Zu­gang der Pa­ti­en­ten zum Psy­cho­the­ra­peu­ten in­fra­ge ge­stellt hat­ten. „Psy­chisch kran­ke Men­schen brau­chen kei­ne Hür­den auf dem We­ge zum Psy­cho­the­ra­peu­ten, son­dern mehr und bes­se­re Be­hand­lungs­an­ge­bo­te“, be­tont BPtK-Prä­si­dent Dr. Diet­rich Munz. „Die mo­na­te­lan­gen War­te­zei­ten auf den Be­ginn ei­ner psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Be­hand­lung kön­nen nur durch ei­ne grund­sätz­li­che Re­form der Be­darfs­pla­nung ver­kürzt wer­den.“

Mit dem Ge­setz­ent­wurf will die Bun­des­re­gie­rung nun den Ge­mein­sa­men Bun­des­aus­schuss da­mit be­auf­tra­gen, die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne be­rufs­grup­pen­über­grei­fen­de Ver­sor­gung zu schaf­fen. Durch den Ver­weis in der Be­grün­dung auf So­zio­the­ra­peu­ten, Er­go­the­ra­peu­ten so­wie Pfle­ge­kräf­te und den Ein­be­zug von Psych­ia­tri­schen In­sti­tut­sam­bu­lan­zen und sta­ti­ons­ä­qui­va­len­ter psych­ia­tri­scher Be­hand­lung wird deut­lich, dass da­mit Pa­ti­en­ten mit kom­ple­xem Be­hand­lungs­be­darf adres­siert sind. Wir schla­gen vor, die­sen Per­so­nen­kreis als Ziel­grup­pe ex­pli­zit im Ge­set­zes­text zu er­wäh­nen. „Wir be­grü­ßen ei­ne sol­che Re­ge­lung nach­drück­lich“, stellt BPtK-Prä­si­dent Munz fest. „Psy­cho­the­ra­peu­ten kön­nen ih­re ko­or­di­nie­ren­den Auf­ga­ben künf­tig noch um­fas­sen­der wahr­neh­men, wenn sie zu­sätz­lich ne­ben So­zio­the­ra­pie auch Er­go­the­ra­pie und psych­ia­tri­sche Kran­ken­pfle­ge ver­ord­nen dür­fen.“ Die­se Be­fug­nis­se soll­ten al­ler­dings nicht nur künf­ti­gen Psy­cho­the­ra­peu­ten zu­ste­hen, wie der­zeit im Ge­setz­ent­wurf ge­plant. „Das ist fach­lich nicht nach­zu­voll­zie­hen und ver­hin­dert den kurz­fris­ti­gen Auf­bau der drin­gend not­wen­di­gen struk­tu­rier­ten Ver­sor­gung. Hin­zu kommt, dass es nicht aus­reicht, die ko­or­di­nie­ren­den Auf­ga­ben der Psy­cho­the­ra­peu­ten und Ärz­te fest­zu­le­gen und zu ver­gü­ten. Wir brau­chen auch Re­ge­lun­gen, die es So­zio­the­ra­peu­ten, Er­go­the­ra­peu­ten und Pfle­ge­kräf­ten er­mög­li­chen, in am­bu­lan­ten mul­ti­pro­fes­sio­nel­len Teams mit­zu­ar­bei­ten“, er­läu­tert Munz.

Zur voll­stän­di­gen Pres­se­mit­tei­lung der BPtK ge­lan­gen sie un­ter die­sem Link

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Kay Fun­ke-Kai­ser

Pres­se- und Öf­fent­lich­keits­ar­beit

Te­le­fon: 030. 278 785 - 21

E-Mail: pres­se@bptk.de

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