VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

Mitglied im BVVP Baden-Württemberg und BVVP Bundesverband

Ausbildung / PiA

Ergebnisse des 7. PiA-Politiktreffens

23.03.2015: Eva Grä­der ver­trat den vv­pn als ko­op­tier­tes Vor­stands­mit­glied auf dem dies­jäh­ri­gen 7. PiA-Po­li­tik­tref­fen in Ber­lin. Im Fo­kus der Dis­kus­si­on stand die be­vor­ste­hen­de Re­form der Psy­cho­the­ra­pie­aus­bil­dung. Zu­nächst stell­ten vier PiA-Ver­tre­ter der Psy­cho­lo­gie-Fach­schaf­ten-Kon­fe­renz (PsyFa­Ko) ih­re Ar­beit mit dem Ziel der bun­des­wei­ten Ver­net­zung der Fach­schaf­ten vor. Des Wei­te­ren prä­sen­tier­ten sie das Po­si­ti­ons­pa­pier der PsyFa­Ko zur Di­rek­t­aus­bil­dung, wel­ches u. a. für ein breit ge­fä­cher­tes Ba­che­lor­stu­di­um und ei­ne ver­fah­rensu­n­ab­hän­gi­ge Ap­pro­ba­ti­on wirbt.

Der Vor­trag ließ je­doch durch­bli­cken, dass die Ver­net­zung zwi­schen Psy­cho­lo­gen und So­zi­al­päd­ago­gen, im Kampf um ge­rech­te Aus­bil­dungs­be­din­gun­gen, noch nicht gut funk­tio­niert und die PsyFa­Ko haupt­säch­lich mit Blick auf die Be­lan­ge der Psy­cho­lo­gen ar­bei­tet.

Im An­schluss er­folg­te ein Vor­trag von Prof. Dr. Rai­ner Rich­ter, dem Prä­si­den­ten der Bun­de­s­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer, wel­cher die auf dem letz­ten Deut­schen Psy­cho­the­ra­peuten­tag (DPT) ge­trof­fe­ne Rich­tungs­ent­schei­dung für die Re­form der Psy­cho­the­ra­pie­aus­bil­dung nä­her skiz­zier­te. In die­sem Zu­sam­men­hang stell­te er das Pro­jekt „Tran­si­ti­on“ vor, bei dem pro­fes­si­ons­in­ter­ne und -ex­ter­ne Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner zum Zu­gang der  post­gra­dua­len Aus­bil­dung be­fragt wer­den. Er­freu­lich sei ein ho­her Rück­lauf der Fra­ge­bö­gen mit ei­nem großen Kon­sens be­züg­lich der Aus­bil­dungs­in­hal­te, je­doch ei­nem großen Dis­sens be­züg­lich des Kom­pe­tenz­gra­des zum Zeit­punkt der Ap­pro­ba­ti­on.

Am Nach­mit­tag des Tref­fens fand ein Work­shop zum The­ma „For­de­run­gen der Pi­As an die ba­sa­le Aus­bil­dungs­re­form“ statt. In klei­nen Grup­pen sam­mel­ten Pi­As dort Ide­en, dis­ku­tier­ten über die Vor- und Nach­tei­le mög­li­cher For­de­run­gen und ent­schie­den sich schließ­lich für die­se fünf An­for­de­run­gen, die als Er­geb­nis des dies­ma­li­gen PiA-Po­li­tik­tref­fens fest­ge­hal­ten wur­den:

1. Wir for­dern einen klar de­fi­nier­ten ar­beits- und so­zi­al­recht­li­chen Sta­tus für die Ler­nen­den/Teil­neh­me­rIn­nen in al­len Pha­sen der Aus- und Wei­ter­bil­dung, der auch die Ver­gü­tung un­ter Be­zug auf das be­ruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veau re­gelt.

2. Wir for­dern, dass die 4 Grun­d­ori­en­tie­run­gen der Psy­cho­the­ra­pie (Ver­hal­tens­the­ra­peu­tisch, psy­cho­dy­na­misch, sys­te­misch und hu­ma­nis­tisch) un­ter­rich­tet wer­den. Ei­ne qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Leh­re soll durch fach­kun­di­ge Prak­ti­ker aus­ge­übt wer­den, wel­che in den je­wei­li­gen Ver­fah­ren und für die je­wei­li­ge Al­ters­grup­pe prak­ti­zie­ren, über die sie leh­ren.

3. Wir for­dern die jet­zi­gen Stan­dards (Stand 2015) für Su­per­vi­si­on und Su­per­vi­so­ren in den je­wei­li­gen The­ra­pie­ver­fah­ren auf al­le Tei­le der Aus- und Wei­ter­bil­dung aus­zu­wei­ten, in de­nen Pa­ti­en­ten­kon­takt statt­fin­det.

4. Es sind be­reits im Stu­di­um Selbs­t­er­fah­rungs- und -re­fle­xi­ons­an­tei­le vor­zu­se­hen. In der Wei­ter­bil­dung ist Selbs­t­er­fah­rung min­des­tens im glei­chen Um­fang wie im Rah­men der ak­tu­el­len Stan­dards (Stand 2015) vor­zu­se­hen. Da­bei müs­sen ver­pflich­ten­de Ein­zel- und Grup­pen­selbs­t­er­fah­rungs­an­tei­le im an­ge­mes­se­nen Um­fang ent­hal­ten sein.

5. Wir for­dern einen ho­hen An­teil an Pra­xis, be­reits im Stu­di­um, un­ter qua­li­fi­zier­ter An­lei­tung.  

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