VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

Mitglied im BVVP Baden-Württemberg und BVVP Bundesverband

Ausbildung / PiA

Resolution des 4. PiA-Politik-Treffens am 23.09.2013 in Berlin; PiA-Politik 2.0: „Was können wir konstruktiv zum Reformprozess beitragen?”

Min­dest­an­for­de­run­gen an die Aus­bil­dungs­in­sti­tu­te für Psy­cho­lo­gi­sche Psy­cho­the­ra­pie & Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­pie

Bis­lang ha­ben die Aus­bil­dungs­in­sti­tu­te für Psy­cho­lo­gi­sche Psy­cho­the­ra­pie und Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­pie wie auch die kli­ni­schen Ein­rich­tun­gen noch nicht von flä­chen­de­cken­den Qua­li­täts­si­che­rungs-Maß­nah­men in der Aus­bil­dung Ge­brauch ge­macht. Um die­se Be­stre­bun­gen zu in­ten­si­vie­ren, be­darf es un­se­res Er­ach­tens der Ver­öf­fent­li­chung von Qua­li­täts­kri­te­ri­en und -stan­dards wie auch der Er­hö­hung von Trans­pa­renz in die­sem Be­reich.

Wir for­dern die Lei­tungs­gre­mi­en von Aus­bil­dungs­in­sti­tu­ten für Psy­cho­lo­gi­sche Psy­cho­the­ra­pie und Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­pie auf, Min­dest-Maß­nah­men wie im Fol­gen­den be­schrie­ben zu er­grei­fen und da­mit ei­ne dau­er­haf­te Qua­li­täts­si­che­rung ein­zu­füh­ren.

An­mer­kung: PiA schließt die Be­zeich­nun­gen “Psy­cho­the­ra­peu­tin­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten in Aus­bil­dung”, “Aus­bil­dungs­teil­neh­me­rin­nen und –teil­neh­mer” bzw. “Aus­bil­dungs­kan­di­da­tin­nen und –kan­di­da­ten” mit ein. 

Wir for­dern:

1. Eva­lua­ti­on

a. Das In­sti­tut im­ple­men­tiert ein Qua­li­täts­ma­na­ge­ment (QM) zur re­gel­mä­ßi­gen Eva­lua­ti­on der Qua­li­tät der Aus­bil­dungs­in­hal­te ein­schließ­lich der kon­se­quen­ten Um­set­zung re­sul­tie­ren­der Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge.

b. Als In­stru­men­te die­nen da­bei in ers­ter Li­nie die mit­hil­fe stan­dar­di­sier­ter Fra­ge­bö­gen er­fass­ten Er­fah­run­gen der PiA. Die­se wer­den durch In­stru­men­te wie In­ter­views oder Re­fle­xi­ons­ge­sprä­che mit PiA oder Ent­wick­lungs­teams, in de­nen re­gel­mä­ßig die Eva­lua­ti­ons­er­geb­nis­se von Se­mi­na­ren, Do­zen­tin­nen, Do­zen­ten, Su­per­vi­so­rin­nen, Su­per­vi­so­ren und der Selbs­t­er­fah­rungs­an­ge­bo­te be­spro­chen und Ver­bes­se­run­gen ent­wi­ckelt wer­den, er­gänzt.

2. Qua­li­täts­ma­na­ge­ment (QM) der Theo­re­ti­schen Aus­bil­dung

a. Das In­sti­tut stellt tä­tig­keits­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen (Qua­li­fi­ka­tio­nen, Spe­zi­al­ge­bie­te...) zu al­len Do­zen­tin­nen und Do­zen­ten zur Ver­fü­gung.

b. Zu­dem wer­den die Se­mi­na­rin­hal­te, Do­zen­tin­nen und Do­zen­ten mit­hil­fe von Fra­ge­bö­gen eva­lu­iert.

c. Das Cur­ri­cu­lum wird in Ko­ope­ra­ti­on mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der PiA re­gel­mä­ßig über­ar­bei­tet und ent­spre­chend der Rück­mel­dun­gen der PiA an­ge­passt.

d. Do­zen­tin­nen und Do­zen­ten sol­len über den Aus­bil­dungs­stand und die bis­her ab­sol­vier­ten Se­mi­na­rin­hal­te der PiA vor ih­ren Se­mi­na­ren in­for­miert sein.

3. QM von Su­per­vi­si­on und Prak­ti­scher Aus­bil­dung

a. Das In­sti­tut stellt tä­tig­keits­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen (Qua­li­fi­ka­tio­nen, Spe­zi­al­ge­bie­te...) zu al­len Su­per­vi­so­rin­nen und Su­per­vi­so­ren zur Ver­fü­gung.

b. Zu­dem eva­lu­iert das In­sti­tut die Su­per­vi­si­on, Su­per­vi­so­rin­nen und Su­per­vi­so­ren mit­hil­fe von Fra­ge­bö­gen.

c. Es ste­hen aus­rei­chend The­ra­pieräu­me mit ent­spre­chen­der Aus­stat­tung, Lehr­pra­xen und Su­per­vi­so­rin­nen und Su­per­vi­so­ren, ggf. auch für die Grup­pen­the­ra­pie­aus­bil­dung, zur Ver­fü­gung.

4. QM der Prak­ti­schen Tä­tig­keit

a. Die In­sti­tu­te er­stel­len - in Zu­sam­men­ar­beit mit den PiA – schrift­li­che Min­dest­an­for­de­run­gen an die Prak­ti­sche Tä­tig­keit.

b. Das In­sti­tut über­prüft die ko­ope­rie­ren­den Ein­rich­tun­gen an­hand der Er­fah­run­gen der PiA re­gel­mä­ßig hin­sicht­lich der Wah­rung der Min­dest­an­for­de­run­gen an die Prak­ti­sche Tä­tig­keit. Zu­dem wird das In­sti­tut den Aus­tausch mit den ko­ope­rie­ren­den Ein­rich­tun­gen su­chen und auf ei­ne Ver­bes­se­rung der Be­din­gun­gen ein­wir­ken.

c. Be­ste­hen­de Ko­ope­ra­ti­ons­ver­trä­ge soll­ten ge­kün­digt wer­den, wenn die Min­dest­an­for­de­run­gen nicht ein­ge­hal­ten wer­den und kei­ne Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft ge­zeigt wird.

d. Ei­ne Lis­te der Ko­ope­ra­ti­ons­ein­rich­tun­gen mit zu­sätz­li­chen In­for­ma­tio­nen wie Ver­gü­tung, Ein­ar­bei­tungs­zeit, Kol­le­gin­nen- und Kol­le­gen­schaft, Su­per­vi­si­ons­an­ge­bo­te usw. soll den Aus­bil­dungs­in­ter­es­sier­ten und PiA die Wahl ei­ner Kli­nik be­reits vor Aus­bil­dungs­be­ginn ver­ein­fa­chen.

5. QM der Selbs­t­er­fah­rung

a. Das In­sti­tut stellt tä­tig­keits­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen (Qua­li­fi­ka­tio­nen, Spe­zi­al­ge­bie­te...) zu al­len Selbs­t­er­fah­rungs­lei­te­rin­nen und Selbs­t­er­fah­rungs­lei­tern zur Ver­fü­gung.

6. Aus­bil­dungs­ver­tre­tung

a. Das In­sti­tut stellt die freie Wahl ei­ner de­mo­kra­tisch le­gi­ti­mier­ten Ver­tre­tung aus der PiA-Schaft si­cher, die die In­ter­es­sen der PiA ver­tritt.

b. Zu­dem wird mög­lichst das be­rufs­po­li­ti­sche In­ter­es­se der PiA durch In­for­ma­tio­nen zur Be­rufs­po­li­tik (z.B. Or­ga­ni­sa­ti­on der Psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer) und zu re­le­van­ten po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen (z.B. Re­form des Psy­cho­the­ra­peu­ten­ge­set­zes) ge­weckt.

c. Das be­rufs­po­li­ti­sche En­ga­ge­ment der de­mo­kra­tisch le­gi­ti­mier­ten Ver­tre­tung wird ide­ell und ma­te­ri­ell un­ter­stützt.

7. Aus­bil­dungs­trans­pa­renz

a. Das In­sti­tut ge­währt für die PiA größt­mög­li­che Trans­pa­renz, ins­be­son­de­re be­züg­lich der auf Sei­ten der PiA an­fal­len­den Kos­ten, Ein­nah­men und von den In­sti­tu­ten er­brach­ten Leis­tun­gen im Rah­men der Aus­bil­dung.

b. Zu­dem legt das In­sti­tut Aus­bil­dungs­in­ter­es­sier­ten und PiA ge­gen­über of­fen, ob In­for­ma­tio­nen aus Selbs­t­er­fah­rung oder Su­per­vi­si­on an Aus­bil­dungs­aus­schüs­se wei­ter­ge­ge­ben wer­den.

Die Re­so­lu­ti­on wur­de vor­ge­legt vom Or­ga­ni­sa­ti­ons­team des 4. PiA-Po­li­tik-Tref­fens am 23.09.2013 in Ber­lin be­ste­hend aus Pe­ter Frey­tag (VPP/BDP), Aria­ne Hee­per (DG­PT), Ari­ad­ne Sar­to­ri­us (bvvp), Ri­car­da Mül­ler (DFT), Ka­tha­ri­na Si­mons, ehem. Röp­cke (PiA für ge­rech­te Be­din­gun­gen!), Kers­tin Su­de (DPtV) & Ma­nu­el Be­cker (PiA für ge­rech­te Be­din­gun­gen!) und mit ab­so­lu­ter Mehr­heit von den an­we­sen­den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern be­schlos­sen.

Kon­takt:

in­fo@pia­po­li­tik.de

www.pia­po­li­tik.de 

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