VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

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Bewertungsausschuss setzt BSG-Urteile zur psychotherapeutischen Vergütung um: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“

Ber­lin, den 05.03.2019 Das War­ten hat ein En­de! In ei­nem Spit­zen­ge­spräch ei­nig­ten sich die Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung KBV und der Spit­zen­ver­band der Ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen in der letz­ten Wo­che auf ge­mein­sa­me Be­schluss­vor­la­gen zur „an­ge­mes­se­nen Ver­gü­tung“ psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Leis­tun­gen. Da­mit wur­den die letz­tin­stanz­li­chen Ur­tei­le des Bun­des­so­zi­al­ge­richts vom 11. Ok­to­ber 2017 um­ge­setzt so­wie neue Da­ten­grund­la­gen des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes aus den Jah­ren 2014 und 2018 be­rück­sich­tigt. Die neu­en Be­schlüs­se be­tref­fen die Ver­gü­tung ab dem Jahr 2009.

„Wir sind es ge­wohnt, lan­ge auf un­se­re Min­dest­ver­gü­tung zu war­ten und die Un­ter­stüt­zung der Ge­rich­te zu be­nö­ti­gen“, kon­sta­tie­ren Ul­ri­ke Bö­ker, ei­ne der bei­den Ver­tre­ter der Psy­cho­the­ra­peu­ten als stell­ver­tre­ten­des Mit­glied des Be­wer­tungs­aus­schus­ses. Die­ser Aus­schuss- ein Gre­mi­um der Selbst­ver­wal­tung - legt die Rah­men­be­din­gun­gen für die ver­trag­s­ärzt­li­che Ver­gü­tung fest. „Un­ser Dank gilt nun ganz be­son­ders der KBV, die sich in den Ver­hand­lun­gen kon­se­quent für uns ein­ge­setzt hat. Das Er­geb­nis kann sich se­hen las­sen.“

Zwar be­we­gen sich die Nach­zah­lun­gen von 2012 bis Mit­te 2018 auf­grund der BSG-Ur­tei­le, die ei­ne Kor­rek­tur des Ver­gleich­ser­trags for­der­ten in Hin­blick auf die so­ge­nann­ten „nicht prä­gen­den An­tei­le“ der Ver­gü­tung, auf ei­nem nied­ri­gen Ni­veau. Die­se nicht­prä­gen­den An­tei­le um­fas­sen z. B. be­le­g­ärzt­li­che Leis­tun­gen oder das La­bor bis zu ei­ner be­stimm­ten Gren­ze des Ge­sam­tum­sat­zes ei­ner Fach­arzt­grup­pe. Auch das neue Ver­gleich­sein­kom­men ab 2014 bringt kei­ne nen­nens­wer­ten Stei­ge­run­gen. Ab dem 1. Ju­li 2018 legt die Ver­gü­tung der ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­gen Leis­tun­gen, der Psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Sprech­stun­de und der Akut­be­hand­lung dann aber deut­lich zu, weil auch die Ver­gleich­sein­kom­men der Fachärz­te, nach de­nen sich die Ho­no­rie­rung des Groß­teils der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Leis­tun­gen stets rich­tet, in die­sem Zeit­raum deut­lich an­ge­stie­gen wa­ren. Es ist mit ei­ner an­nä­hernd 10-pro­zen­ti­gen Stei­ge­rung zu rech­nen. Die ex­ak­ten neu­en Punkt­zah­len wer­den in den nächs­ten Wo­chen be­kannt ge­ge­ben, wenn die Be­schlüs­se für den Be­wer­tungs­aus­schuss ver­schrift­licht wor­den sind. Wir wer­den Sie dann um­ge­hend wie­der in­for­mie­ren. Der nächs­te Schritt ist die Um­set­zung der Be­schlüs­se durch die KV.

„Wir freu­en uns für un­se­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen in der am­bu­lan­ten Ver­sor­gung, die mit ho­her Qua­li­fi­ka­ti­on und großem En­ga­ge­ment psy­chisch kran­ke Men­schen in ih­ren Pra­xen be­han­deln und die­se Ver­bes­se­rung ih­rer Ein­kom­mens­si­tua­ti­on nicht nur ver­die­nen, son­dern auch drin­gend be­nö­ti­gen“, so die Ho­no­rar­ex­per­tin des bvvp. Nach­ver­gü­tet wird wie im­mer nur an die­je­ni­gen, die ih­re Ho­no­r­ar­be­schei­de of­fen ge­hal­ten ha­ben.

Ein Wer­muts­trop­fen bleibt: Im Spit­zen­ge­spräch wur­den an ei­ni­gen Stel­len Kom­pro­mis­se zu­guns­ten der Kran­ken­kas­sen­vor­stel­lun­gen und zu­las­ten der „an­ge­mes­se­nen Ver­gü­tung“ ge­trof­fen, die nun wie­der­um von den Ge­rich­ten auf ih­re Recht­mä­ßig­keit hin über­prüft wer­den müs­sen. Die­se nach­träg­li­chen Über­prü­fun­gen und da­mit of­fe­nen Ho­no­ra­re stel­len so­wohl für die wirt­schaft­li­chen Pla­nun­gen der nie­der­ge­las­se­nen Psy­cho­the­ra­peu­ten als auch für die der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen einen nicht kal­ku­lier­ba­ren und be­las­ten­den Pos­ten dar. „Wir hat­ten ge­hofft, dass sich un­se­re Wi­der­sprü­che und Kla­ge­ver­fah­ren mit den neu­en Be­schlüs­sen er­üb­ri­gen“, so Ul­ri­ke Bö­ker. Und er­gänzt: „Wenn die Kas­sen neue Ver­fah­ren wol­len, dann sind wir be­reit – an Er­fah­rung man­gelt es uns je­den­falls nicht!“

Ihr bvvp-Vor­stand

Di­pl. Psych. Ul­ri­ke Bö­ker

bvvp e.V. Bun­des­ver­band der Ver­trags­psy­cho­the­ra­peu­ten

Bun­des­ge­schäfts­stel­le

Würt­tem­ber­gi­sche Stra­ße 31, 10707 Ber­lin

Te­le­fon: 030 88725954

Fax: 030 88725953

eMail: bvvp@bvvp.de

www.bvvp.de

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