VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

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BPtK PM: Neue Gebührenordnung für Ärzte notwendig

Ber­lin, 31. Ja­nu­ar 2020: Ei­ne ein­heit­li­che am­bu­lan­te Ge­büh­ren­ord­nung für die ge­setz­li­che und pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung ist mit er­heb­li­chen Nach­tei­len ver­bun­den. Zu die­sem Er­geb­nis kommt die Wis­sen­schaft­li­che Kom­mis­si­on für ein mo­der­nes Ver­gü­tungs­sys­tem (KOMV) in ei­nem Gut­ach­ten, das vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um be­auf­tragt war. Statt­des­sen wird ei­ne par­ti­el­le Har­mo­ni­sie­rung der bei­den Ge­büh­ren­ord­nun­gen emp­foh­len, ins­be­son­de­re zur ge­mein­sa­men Be­schrei­bung der ein­zel­nen ärzt­li­chen und psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Leis­tun­gen. „Ers­te Kon­se­quenz aus dem Gut­ach­ten muss nun die schnel­le Um­set­zung der neu­en Ge­büh­ren­ord­nung für Ärz­te (GOÄ) und da­mit auch der neu­en Ge­büh­ren­ord­nung für Psy­cho­the­ra­peu­ten (GOP) sein“, for­dert Dr. Diet­rich Munz, Prä­si­dent der Bun­de­s­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer (BPtK).

„Der Ent­wurf ei­ner neu­en GOÄ/GOP be­rück­sich­tigt das ge­sam­te Leis­tungs­spek­trum ärzt­li­cher und psy­cho­the­ra­peu­ti­scher Tä­tig­kei­ten auf dem ak­tu­el­len Stand der Wis­sen­schaft. Zu­dem sind Be­wer­tun­gen der Leis­tun­gen trans­pa­rent be­triebs­wirt­schaft­lich kal­ku­liert“, er­klärt der BPtK-Prä­si­dent. „Die­se neue GOÄ/GOP kann da­her zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt ei­ner von den Gut­ach­ter*in­nen vor­ge­schla­ge­nen par­ti­el­len Har­mo­ni­sie­rung bei der Leis­tungs­be­schrei­bung und re­la­ti­ven Kos­ten­kal­ku­la­ti­on zu­grun­de ge­legt wer­den. Die ak­tu­el­le Re­form der GÖÄ/GOP darf aber jetzt nicht wei­ter auf­ge­scho­ben wer­den“.

Die letz­te Teilak­tua­li­sie­rung der GOÄ fand im Jahr 1996 statt. Die Leis­tun­gen in der GOÄ wur­den seit­her nicht mehr an den ak­tu­el­len Stand der Wis­sen­schaft an­ge­passt. Auch die Prei­se der ärzt­li­chen und psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Leis­tun­gen blie­ben seit­her un­ver­än­dert. Da­durch feh­len in der GOÄ zum Bei­spiel neue wis­sen­schaft­lich an­er­kann­te Psy­cho­the­ra­pie­ver­fah­ren wie die Sys­te­mi­sche The­ra­pie eben­so wie Leis­tun­gen der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Not­fall­be­hand­lung.

In der Fol­ge ist auch die Ver­gü­tung in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung deut­lich un­ter das Ni­veau der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ge­fal­len. Ver­hal­tens­the­ra­peu­ti­sche Ein­zel­sit­zun­gen wer­den in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung nach Ein­heit­li­chen Be­wer­tungs­maß­stab (EBM) um rund zehn Pro­zent, die tie­fen­psy­cho­lo­gi­sche fun­dier­te und die ana­ly­ti­sche Psy­cho­the­ra­pie so­gar um 19 Pro­zent hö­her ver­gü­tet als nach den Ge­büh­ren­sät­zen der GOÄ/GOP. Mit der Re­form des EBM zum 1. April 2020 wird bei den üben­den Ver­fah­ren die Ho­no­rie­rung in der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung die von Pri­vat­pa­ti­en­ten so­gar um 83 Pro­zent über­stei­gen. „Un­ter die­sen Rah­men­be­din­gun­gen ist ei­ne wirt­schaft­li­che Leis­tungs­er­brin­gung für Psy­cho­the­ra­peut*in­nen bei PKV-Ver­si­cher­ten nicht mehr mög­lich“, er­klärt BPtK-Prä­si­dent Munz. „Die Um­set­zung der neu­en GOÄ/GOP ist mehr als über­fäl­lig.“

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