VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

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Psychologische Psychotherapeuten erhalten Samstagszuschlag

29.09.2016 Psy­cho­lo­gi­sche Psy­cho­the­ra­peu­ten so­wie Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­peu­ten er­hal­ten jetzt einen Zu­schlag für Sprech­stun­den am Sams­tag. Nach ei­nem Ur­teil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts wur­de der EBM rück­wir­kend zum 1. April 2005 ent­spre­chend an­ge­passt.

Dem­nach kön­nen auch Psy­cho­lo­gi­sche Psy­cho­the­ra­peu­ten so­wie Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­peu­ten die Ge­büh­ren­ord­nungs­po­si­ti­on (GOP) 01102 ab­rech­nen, wenn sie an Sams­ta­gen zwi­schen 7 und 14 Uhr Pa­ti­en­ten be­han­deln. Bis­lang konn­ten sie nur ih­re Be­hand­lungs­leis­tun­gen ab­rech­nen, nicht aber wie Ärz­te den Sams­tags­zu­schlag. Die­ser ist mit 101 Punk­ten be­wer­tet (10,54 Eu­ro).

BSG: Ver­stoß ge­gen Gleich­heits­grund­satz

An­lass für den Be­schluss des Be­wer­tungs­aus­schus­ses (BA) war ein Ur­teil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts (BSG) vom Fe­bru­ar 2016. Da­nach ver­sto­ße es ge­gen den Gleich­heits­grund­satz, das ärzt­li­che Psy­cho­the­ra­peu­ten die Sams­tags­sprech­stun­den ent­spre­chend der GOP 01102 ab­rech­nen kön­nen, Psy­cho­lo­gi­sche Psy­cho­the­ra­peu­ten (ein­schließ­lich Kin­der- und Ju­gend­li­chen­psy­cho­the­ra­peu­ten) je­doch nicht.

Die­ser Dif­fe­ren­zie­rung lie­ge kei­ne an­er­ken­nens­wer­te sach­li­che Recht­fer­ti­gung zu­grun­de, be­grün­de­te das Ge­richt sei­ne Ent­schei­dung. Zwi­schen den Tä­tig­kei­ten bei­der Grup­pen be­stün­den kei­ne Un­ter­schie­de von sol­chem Ge­wicht, dass sie ei­ne un­glei­che Be­hand­lung recht­fer­ti­gen wür­den. Ent­spre­chend wur­de dem BA auf­ge­ge­ben, den Gleich­be­hand­lungs­ver­stoß durch ei­ne recht­mä­ßi­ge Neu­re­ge­lung zu be­he­ben.

Rück­wir­ken­de Ver­gü­tung

Die GOP 01102 wird in die Num­mer 5 der Prä­am­bel zum Ab­schnitt 23.1 EBM auf­ge­nom­men. Die rück­wir­ken­de Än­de­rung zum 1. April 2005 ist nur auf nicht be­stands­kräf­ti­ge Ho­no­r­ar­be­schei­de an­zu­wen­den. Ei­ne ex­tra­bud­ge­tä­re Fi­nan­zie­rung des zu­sätz­li­chen Lei­tungs­vo­lu­mens und da­mit au­ßer­halb der mor­bi­di­täts­be­ding­ten Ge­samt­ver­gü­tung, wie von der KBV ge­for­dert, lehn­ten die Kran­ken­kas­sen ab.

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