VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

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Honorare

Resolution des GK II zur extrabudgetären Vergütung psychotherapeutischer Leistungen

Da­mit wird ei­ner­seits der Not­wen­dig­keit ent­spro­chen, dass der Aus­bau der psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Ver­sor­gung ent­spre­chend der Mor­bi­di­täts­ent­wick­lung in die­sem Be­reich di­rekt von den Kran­ken­kas­sen fi­nan­ziert wird. Im Sin­ne der Lo­gik der Mor­bi­di­täts­be­ding­ten Ge­samt­ver­gü­tung (MGV) kann und darf die­ser be­darfs­ge­rech­te Aus­bau nicht zu Las­ten an­de­rer Arzt­grup­pen ge­sche­hen. An­de­rer­seits er­scheint ei­ne spä­te­re Über­prü­fung der Wie­der­ein­bud­ge­tie­rung nach Schlie­ßen der Ver­sor­gungs­lücken wün­schens­wert: Denn die Psy­cho­the­ra­pie und die Be­hand­lung psy­chi­scher Krank­hei­ten sind ein in­te­gra­ler Teil der GKV-Ver­sor­gung.

Die Aus­bud­ge­tie­rung er­öff­net nun erst­ma­lig ei­ne Chan­ce, Ver­gü­tungs- und Ver­sor­gungs­fra­gen des Be­reichs Psy­cho­the­ra­pie sach­ge­rech­ter in den KVen und der KBV zu be­han­deln - oh­ne Wi­der­stän­de auf­grund von Ho­no­rar­ver­lu­stängs­ten der üb­ri­gen Ärz­te­schaft. Die­ses dient auch der ver­bes­ser­ten In­te­gra­ti­on der Psy­cho­the­ra­pie in die GKV-Ver­sor­gung.

Zwei Aspek­te der am 22.10.12 im Be­wer­tungs­aus­schuss ge­fass­ten Be­schlüs­se ste­hen aber im Wi­der­spruch zu der mit der Aus­bud­ge­tie­rung er­mög­lich­ten be­darfs­ge­rech­ten Ent­wick­lung der Ver­sor­gung:

1. Die Fest­le­gung des Zu­wach­ses an Psy­cho­the­ra­peu­ten­sit­zen: Der auf 1150 be­grenz­te Zu­wachs an Psy­cho­the­ra­peu­ten­sit­zen ent­spricht nicht ei­nem nach Ist-Ana­ly­sen be­stimm­ten tat­säch­li­chen Be­darf und greift ei­ner Ent­schei­dung des G-BA auf Ba­sis von Be­darfs­ana­ly­sen vor.

2. Die Be­auf­tra­gung des G-BA zur „Wei­ter­ent­wick­lung der Richt­li­ni­en­psy­cho­the­ra­pie“. Die im GK II zu­sam­men­ge­schlos­se­nen Ver­bän­de war­nen vor ho­no­rar­po­li­tisch mo­ti­vier­ter Ein­fluss­nah­me auf in den Psy­cho­the­ra­pie­richt­li­ni­en un­ter fach­li­chen Ge­sichts­punk­ten ge­re­gel­te Be­hand­lungs­be­din­gun­gen und auf die dar­in be­rück­sich­tig­ten An­sprü­che der Pa­ti­en­ten auf ei­ne me­di­zi­nisch not­wen­di­ge Be­hand­lung. Sämt­li­che in den letz­ten Jah­ren ver­öf­fent­lich­te Un­ter­su­chun­gen mit Da­ten zur kon­kre­ten Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on ha­ben kei­ne An­halts­punk­te für in­ad­äqua­te In­di­ka­ti­ons­stel­lun­gen oder in­ad­äqua­te Aus­deh­nun­gen von The­ra­pi­en er­ge­ben, wohl aber für ho­he Ef­fekt­stär­ken, ho­he Wer­te bei der Pa­ti­en­ten­zu­frie­den­heit und zeit­sta­bi­le Be­hand­lungs­er­geb­nis­se. Da­her ist je­der Ver­such zu­rück­zu­wei­sen, den ak­tu­el­len Be­darf an Psy­cho­the­ra­pie durch Ein­spa­run­gen bei den fach­lich in­di­zier­ten und er­for­der­li­chen Lang­zeit­the­ra­pi­en ge­gen­fi­nan­zie­ren zu wol­len.

Quel­le: GKII, 03.11.12

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