VVPN – Verband der Vertragspsychotherapeuten Nordbaden

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bvvp-Mitgliederinfo zur IQTIG-PatientInnenbefragung zur Entwicklung eines QS-Verfahrens

„Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen,

der Ge­setz­ge­ber hat den Ge­mein­sa­men Bun­des­aus­schuss G-BA mit der Ein­wick­lung ei­nes Ver­fah­rens der Qua­li­täts­si­che­rung in der am­bu­lan­ten Psy­cho­the­ra­pie be­auf­tragt, das für al­le Psy­cho­the­ra­pie­ver­fah­ren glei­cher­ma­ßen ge­eig­net sein soll. Be­kann­ter­ma­ßen soll die­ses QS-Ver­fah­ren dann das An­trags- und Gut­ach­ter­ver­fah­ren ab­lö­sen.

Der G-BA hat nun sei­ner­seits das In­sti­tut für Qua­li­täts­si­che­rung und Trans­pa­renz im Ge­sund­heits­we­sen IQTiG mit der Ent­wick­lung die­ses Ver­fah­rens be­auf­tragt. Das IQTiG be­trach­tet das In­stru­ment der Pa­ti­en­tIn­nen­be­fra­gung als einen wich­ti­gen Teil des QS-Ver­fah­rens und hat nun ei­ne ers­te Ver­si­on ei­nes Fra­ge­bo­gens fer­tig­ge­stellt.

Nun geht es dar­um, die „Pra­xi­staug­lich­keit“ des Fra­ge­bo­gens zu über­prü­fen. Da­her wur­de ein Auf­ruf an nie­der­ge­las­se­nen Psy­cho­the­ra­peu­tIn­nen ge­st­ar­tet, an die­sem so­ge­nann­ten Stan­dard-Pre­test teil­zu­neh­men und da­für Pa­ti­en­tIn­nen an das IQTIG zu mel­den, die ih­re Psy­cho­the­ra­pie zeit­nah be­en­den wer­den.

Ein sol­cher Auf­ruf ist wo­mög­lich auch Ih­nen über Ih­re Kam­mer oder Ih­re KV zu­ge­gan­gen.

Der Pa­ti­en­ten­fra­ge­bo­gen ist für die Psy­cho­the­ra­peu­tIn­nen im Vor­feld nicht ein­seh­bar, man müss­te al­so sei­nen Pa­ti­en­tIn­nen zu ei­ner „Kat­ze im Sack“ ra­ten. Au­ßer­dem ist un­klar, was ge­nau zu wel­chem Zweck aus­ge­wer­tet wer­den soll. Ein Pro­blem bei al­len In­stru­men­ten der Qua­li­täts­si­che­rung in un­se­ren Pra­xen sind die ge­rin­gen Fall­zah­len. Auf Ba­sis die­ser we­ni­gen Da­ten kön­nen kaum va­li­de Aus­sa­gen über ei­ne Pra­xis ab­ge­lei­tet wer­den. Die An­wen­dung die­ser In­stru­men­te kann so­mit zu er­heb­li­chen Ver­zer­run­gen der Be­ur­tei­lung der Be­hand­lungs­qua­li­tät und da­mit für die Pra­xen zu falsch-ne­ga­ti­ven Fest­stel­lun­gen über die Qua­li­täts­si­che­rung füh­ren.

Schließ­lich ist es grund­sätz­lich be­denk­lich, Klar­da­ten von Pa­ti­en­ten an ei­ne nicht nä­her be­nann­te „Stel­le“ wei­ter­zu­ge­ben. Den Er­for­der­nis­sen des Da­ten­schut­zes so­wie den mög­li­chen ethi­schen Im­pli­ka­tio­nen ei­ner Nicht­be­ach­tung wird völ­lig un­zu­rei­chend Rech­nung ge­tra­gen.

Auf­grund die­ser feh­len­den Trans­pa­renz und der me­tho­di­schen Pro­ble­me kön­nen wir zum ge­gen­wär­ti­gen Zeit­punkt die Teil­nah­me am Test nicht emp­feh­len!

Das IQTiG und der G-BA sind nun auf­ge­for­dert, ei­ne grö­ße­re Trans­pa­renz zu schaf­fen, so­dass der bvvp die Teil­nah­me dann ge­ge­be­nen­falls un­ter­stüt­zen kann. Wir wer­den Sie auf dem Lau­fen­den hal­ten.“

Mit freund­li­chen Grü­ßen

He­le­na Triesch

bvvp-Ba­den-Würt­tem­berg

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