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PM BPtK: ePA noch nichts für psychisch kranke Menschen

Pa­ti­ent*in­nen brau­chen von An­fang an die Da­ten­ho­heit

Ber­lin, 27. Fe­bru­ar 2020: Die Bun­de­s­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer (BPtK) warnt Men­schen mit psy­chi­schen Er­kran­kun­gen da­vor, die elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te (ePA), wie sie Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn nach sei­nem Ent­wurf ei­nes „Pa­ti­en­ten­da­ten-Schutz­ge­set­zes“ (PDSG) ab 2021 plant, zu nut­zen. „Die elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­ak­te er­füllt bis­lang nicht die Min­dest­stan­dards, die zum Schutz der Pa­ti­ent*in­nen not­wen­dig sind“, er­klärt BPtK-Prä­si­dent Dr. Diet­rich Munz. „Men­schen mit psy­chi­schen Er­kran­kun­gen müs­sen im Ein­zel­nen dar­über ent­schei­den kön­nen, wer zum Bei­spiel von ei­ner Be­hand­lung in ei­ner psych­ia­tri­schen Kli­nik oder mit ei­nem An­ti­de­pres­si­vum er­fährt. Da dies bis­her nicht si­cher­ge­stellt ist, kann ich nur da­von ab­ra­ten, In­for­ma­tio­nen über psy­chi­sche Er­kran­kun­gen in der elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te zu spei­chern.“

„Bun­des­ge­sund­heits­mis­ter Jens Spahn ist Tem­po wich­ti­ger als die Da­ten­ho­heit der Pa­ti­ent*in­nen“, kri­ti­siert BPtK-Prä­si­dent Munz. „Da­mit ge­fähr­det er grund­le­gend die Ak­zep­tanz der elek­tro­ni­schen Pa­ti­en­ten­ak­te. Der ver­spro­che­ne Da­ten­schutz und die not­wen­di­ge Da­ten­ho­heit der Pa­ti­ent*in­nen ha­ben auf dem po­li­ti­schen Ran­gier­bahn­hof nichts zu su­chen.“ Hin­ter­grund: Die Ge­ma­tik, die die ePA ent­wi­ckelt, ist nicht in der La­ge, mit der Ein­füh­rung der ePA ab 2021 „ein dif­fe­ren­zier­tes Be­rech­ti­gungs­ma­na­ge­ment“ zu er­mög­li­chen, mit dem der Ver­si­cher­te über je­des ein­zel­ne Do­ku­ment in sei­ner Ak­te ent­schei­den kann. Des­halb plant der Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter, mit ei­ner un­zu­läng­li­chen ePA zu star­ten und den Ver­si­cher­ten* ein Jahr lang nur ei­ne ein­ge­schränk­te Au­to­no­mie über ih­re Pa­ti­en­ten­ak­te zu er­mög­li­chen. So lan­ge kön­nen sie nicht ent­schei­den, wel­che Do­ku­men­te im Ein­zel­nen von wem ein­ge­se­hen wer­den kön­nen.

„Psy­chi­sche Er­kran­kun­gen sind im­mer noch stark dis­kri­mi­niert“, stellt Munz fest. „Pa­ti­ent*in­nen müs­sen des­halb ent­schei­den kön­nen, wel­che Do­ku­men­te über­haupt in der Pa­ti­en­ten­ak­te ge­spei­chert und wel­che Do­ku­men­te von wem ein­ge­se­hen wer­den dür­fen. Nicht je­de Leis­tungs­er­brin­ger*in soll­te auf al­le In­for­ma­tio­nen zu­grei­fen dür­fen, wenn dies die Pa­ti­ent*in nicht aus­drück­lich wünscht.“

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