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Pressemitteilung BPtK | BPtK zum DVPMG: Keine voreilige Einführung digitaler Identitäten

BPtK for­dert zu­nächst Nach­weis aus­rei­chen­der Da­ten­si­cher­heit

Ber­lin, 10. De­zem­ber 2020: Die Bun­de­s­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer (BPtK) lehnt die vor­ei­li­ge Ein­füh­rung di­gi­ta­ler Iden­ti­tä­ten ab, wie sie mit dem Re­fe­ren­ten­ent­wurf des Ge­set­zes zur di­gi­ta­len Mo­der­ni­sie­rung von Ver­sor­gung und Pfle­ge (DVPMG) ge­plant ist. „Der Heil­be­rufs­aus­weis, die elek­tro­ni­sche Ge­sund­heits­kar­te und ein si­che­rer Rou­ter („Kon­nek­tor“) sind ent­schei­den­de Ele­men­te der Da­ten­si­cher­heit in der Te­le­ma­tik-In­fra­struk­tur. Die­sen ho­hen Da­ten­schutz auf­zu­ge­ben, oh­ne dass das neue Si­cher­heits­sys­tem über­haupt aus­rei­chend be­schrie­ben und ge­tes­tet ist, ist ein un­ver­ant­wort­li­cher Schnell­schuss“, stellt BPtK-Prä­si­dent Dr. Diet­rich Munz fest. „Ei­ne Au­then­ti­fi­zie­rung oh­ne Chip­kar­te muss erst den Nach­weis er­brin­gen, dass sie ge­nau­so si­cher ist wie die bis­he­ri­ge Zwei-Kar­ten-Lö­sung aus elek­tro­ni­scher Ge­sund­heits­kar­te und Heil­be­rufs­aus­weis.“

Der Re­fe­ren­ten­ent­wurf sieht vor, dass di­gi­ta­le Iden­ti­tä­ten zur Au­then­ti­fi­zie­rung in der Te­le­ma­tik-In­fra­struk­tur ein­ge­führt wer­den, die un­ab­hän­gig von ei­ner Chip­kar­te be­ste­hen. Da­mit voll­zieht der Ge­setz­ge­ber ei­ne grund­sätz­li­che Wen­de in der Si­cher­heits­ar­chi­tek­tur der Te­le­ma­tik-In­fra­struk­tur, oh­ne dass die neu­en Re­ge­lun­gen er­probt wur­den. „Ei­ne sol­che über­stürz­te Ein­füh­rung ge­fähr­det das Ver­trau­en in das ge­sam­te Te­le­ma­tik-Pro­jekt“, stellt BPtK-Prä­si­dent Munz fest.

Das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik hat be­reits Si­cher­heits­be­den­ken ge­gen­über ei­nem di­gi­ta­len Aus­tausch von Ge­sund­heits­da­ten oh­ne Chip­kar­ten und phy­si­schen Kon­nek­tor ge­äu­ßert. „Über Jah­re ent­wi­ckel­te ho­he Si­cher­heits­stan­dards kön­nen nicht von heu­te auf mor­gen ein­fach ab­ge­schafft wer­den, oh­ne dass die neu­en Stan­dards an­ge­mes­sen ge­plant und er­probt wur­den“, kri­ti­siert Munz. „Die Ge­sell­schaft für Te­le­ma­tik und das Bun­des­amt für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik müs­sen aus­rei­chend Zeit be­kom­men, um Si­cher­heits­fra­gen zu klä­ren und die sich dar­aus er­ge­ben­den An­for­de­run­gen zu de­fi­nie­ren.“

Ihr An­sprech­part­ner:

Kay Fun­ke-Kai­ser

Pres­se- und Öf­fent­lich­keits­ar­beit

Te­le­fon: 030. 278 785 - 21

E-Mail: pres­se@bptk.de

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