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Psychotherapie-Richtlinien

Grup­pen­psy­cho­the­ra­pie bei Her­an­wach­sen­den wird er­leich­tert

PP 12, Aus­ga­be Mai 2013

Der G-BA be­wer­tet im Auf­trag des Ge­setz­ge­bers psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Be­hand­lungs­for­men nach ei­nem fest­ge­leg­ten Ver­fah­ren.

Der Ge­mein­sa­me Bun­des­aus­schuss (G-BA) hat am 18. April zwei Re­ge­lun­gen zur Grup­pen­the­ra­pie ak­tua­li­siert und ver­ein­facht. Die be­schlos­se­nen Än­de­run­gen der Psy­cho­the­ra­pie-Richt­li­nie bein­hal­ten zum einen die Ver­rin­ge­rung der Min­dest­teil­neh­mer­zahl in der tie­fen­psy­cho­lo­gisch fun­dier­ten und ana­ly­ti­schen Grup­pen­the­ra­pie von Kin­dern und Ju­gend­li­chen von sechs auf drei Teil­neh­mer. Der G-BA-Vor­sit­zen­de Jo­sef He­cken wies dar­auf hin, dass die Bun­de­s­psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer ei­ne Ver­rin­ge­rung der Grup­pen­grö­ße auf zwei Teil­neh­mer ge­for­dert hat­te. Da­mit ha­be sie sich nicht durch­setz­ten kön­nen.

Ei­ne wei­te­re Än­de­rung der Psy­cho­the­ra­pie-Richt­li­nie sieht vor, dass ei­ne Ver­hal­tens­the­ra­pie künf­tig auch als al­lei­ni­ge Grup­pen­the­ra­pie, und nicht nur in Ver­bin­dung mit ei­ner Ein­zelthe­ra­pie zu­las­ten der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) er­bracht wer­den kann.

„Die Ver­rin­ge­rung der Min­dest­teil­neh­mer­zahl für die Grup­pen­the­ra­pie trägt al­ter­ss­pe­zi­fi­schen Ent­wick­lungs­be­din­gun­gen und den be­son­de­ren the­ra­peu­ti­schen Er­for­der­nis­sen bei Dia­gno­sen wie AD­HS, Au­tis­mus oder Ver­hal­tens­stö­run­gen Rech­nung“, sag­te Ha­rald Deis­ler, un­par­tei­isches Mit­glied im G-BA und Vor­sit­zen­der des Un­ter­aus­schus­ses Psy­cho­the­ra­pie.

Des­wei­te­ren la­gen dem G-BA ein An­trag der Pa­ti­en­ten­ver­tre­tung vor, die Richt­li­ni­en da­hin­ge­hend zu än­dern, dass in den psy­cho­ana­ly­tisch be­grün­de­ten Ver­fah­ren auch die Kom­bi­na­ti­on von Grup­pen- und Ein­zelthe­ra­pie mög­lich sein müss­te. Die­ser An­trag wur­de an den Un­ter­aus­schuss Me­tho­den­be­wer­tung über­ge­ben.

Eben­so wur­de ein An­trag, die Auf­nah­me der sys­te­mi­schen The­ra­pie in den GKV-Leis­tungs­ka­ta­log prü­fen zu las­sen, an den Un­ter­aus­schuss Me­tho­den­wer­tung über­ge­ben. Die sys­te­mi­sche The­ra­pie wur­de be­reits 2008 vom Wis­sen­schaft­li­chen Bei­rat Psy­cho­the­ra­pie an­er­kannt und war­tet seit­dem auf die Prü­fung durch den G-BA. Die Sys­te­mi­schen Fach­ver­bän­de sind zu­ver­sicht­lich, dass das Ver­fah­ren „in ab­seh­ba­rer Zu­kunft den Pa­ti­en­ten als Kas­sen­leis­tung zu­gäng­lich sein wird“.

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